Botulinum

Botulinum Behandlung zur Entspannung der mimischen Linien

Die Zeichen der Zeit, die Stunden der Sorgen und des Nachdenkens haben hier feine, da tiefe Linien in unsere Gesichter gezeichnet. Die Jahre hinterlassen auf unserer Haut deutliche Spuren, da das Bindegewebe mit der Zeit an Straffheit verliert.

In der heutigen Zeit muss sich niemand mehr mit seinen Falten einfach abfinden. Es gibt eine Vielzahl an Behandlungsmethoden, welche die Haut glätten und sie um Jahre jünger aussehen lassen. Eine der bekanntesten Methoden ist die Behandlung mit Botulinum.

Botulinum ist ein vom Bakterium Closttridium botulinium gebildetes Protein. Die Substanz und ihre Wirkung ist bereits seit dem 19. Jahrhundert bekannt und wird seit Jahrzehnten erfolgreich zur Behandlung verschiedener Nerven- und Muskelerkrankungen eingesetzt.

In der ästhetischen Dermatologie wird Botulinum seit etwa 15 Jahren zur Korrektur mimisch bedingter Falten eingesetzt. Insbesondere im Bereich der sogenannten „Zornesfalten“, in Fachkreisen Glabella-Falten genannt, wurden ausgezeichnet Erfahrungen mit dem Wirkstoff gesammelt.

Sanfte Entspannung für die Haut

Das Geheimnis der Wirkung von Botulinum ist so einfach wie überzeugend: Sie setzt genau da an, wo Falten entstehen und löst die Verspannung der mimischen Muskulatur im Gesicht. Botulinum wirkt auf die Endplatten der Nerven und verhindert die Ausschüttung eines Botenstoffes, welcher den Impuls zur Verspannung in der Muskulatur auslöst.
Die Wirkung der Behandlung zeigt sich in der Regel nach einigen Tagen – die mimische Muskulatur des Gesichts und die darüber liegende Haut sind entspannt. Falten glätten sich, die Haut wirkt insgesamt jugendlicher und glatter.

Gleichzeitig wird der Entstehung neuer Falten vorgebeugt, da Botulinum eine vermehrte Bewegung und erneute Verspannung der mimischen Muskulatur verringert. So bleibt der natürliche Gesichtsausdruck zwar erhalten, aber Linien und Fältchen gehen sichtbar zurück.

Welche Falten können behandelt werden?

  • Falten der Stirn
  • die Falten um und zwischen den Augen (Glabella)
  • feine Mundfalten
  • Nasenrückenfalten sog. „Bunny Lines“
  • Augenfalten
  • Halsfalten
  • Kinnfalten
  • Mundwinkelfalten / Marionettenfalten / Merkelfalten
  • Glatzenfalten

Diese Falten lassen sich heute durch Botulinum wirksam rückbilden.

Weiterhin verwenden wir Botulinum gegen übermäßiges Zähneknirschen (Bruxismus), gegen Migräne und auch gegen Depressionen.

Behandlung

Die Behandlung mit Botulinum ist nicht kompliziert; im Gegenteil, man kann sie sogar als einfach bezeichnen. Mit einer feinen Injektionsnadel werden wenige Tropfen der extrem verdünnten Lösung direkt in die Muskeln gespritzt, die durch häufiges Zusammenziehen die Falten verursachen. Dies ist in der Regel kaum zu spüren und es bleiben keine sichtbaren Einstichstellen zurück. Sie können direkt nach der Behandlung in Ihr tägliches Leben zurückkehren.

Erste Erfolge der Behandlung zeigen sich überwiegend bereits nach 1-3 Tagen. Nach ca. 2 Wochen ist die volle Wirkung erreicht. Mit der Zeit regeneriert sich der behandelte Muskel jedoch wieder und die Hemmungen der Muskelbewegung gehen zurück. Nach etwa 3-4 Monaten ist die Bewegung der Muskulatur wieder vollständig möglich. Die Falten sind jedoch weniger stark ausgeprägt als vor der Behandlung.

Botulinum gegen übermäßiges Schwitzen

Welche Formen der Schweißbildung lassen sich behandeln?
Viele Menschen leiden darunter, dass sie ungewöhnlich stark schwitzen. Ihre Schweißdrüsen reagieren auf Stress, aber auch spontan, ohne äußerlichen Anlass, mit sehr starkem Schwitzen. Dieses Schwitzen ist nicht mit “normalem” Schwitzen bei körperlicher Anstrengung vergleichbar und belastet die Betroffenen enorm. Die “lokalisierten” Formen des übermäßigen Schwitzens an Händen, Füssen, Achselhöhlen, auch Hyperhidrose/Hyperhidrosis genannt, lassen sich hervorragend mit Botulinum behandeln und ersetzen heute die meisten Operationen.

Um gegen Schweißflecken oder starkes Schwitzen unter den Achseln langfristig „vorzugehen“, sollte man in der Regel 1-2 Behandlungen pro Jahr durchführen. Der Körper erfährt hierdurch einen gewissen Lerneffekt und gewöhnt sich manchmal nach 4-6 Botulinum-Sitzungen an das „Nicht-Schwitzen“, wodurch sich langfristige Erfolge eingestellt haben.

Bei der Injektion von Botulinum handelt es sich um eine grundsätzlich gut verträgliche und schon seit 1979 überwachte Behandlungsmethode. Dennoch können auch bei dieser Behandlung Nebenwirkungen wie örtliche Blutergüsse und Schwellungen am Injektionspunkt oder leichte Spannungsgefühle im Umfeld der behandelten Körperstellen auftreten, die in der Regel von nur vorübergehender Dauer sind.

Botulinum wird bereits seit Jahrzehnten zur Behandlung unterschiedlicher Krankheitsbilder eingesetzt. Zahlreiche Studien und medizinische Veröffentlichungen belegen die ausgezeichnete Wirksamkeit, Verträglichkeit und Zuverlässigkeit der Substanz.

Dr. med. Darinka Keil Dr. med. Darinka Keil

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